Durch das Tal des Baches Židova strouha von Týn nach Bechyně
Der Bach Židova strouha bildet ein romantisches canyonartiges Tal zwischen mächtigen Felsmassiven und mündet bei der Stadt Bechyně in die Lužnice. Die Einheimischen nennen den Bach „Židovka“.
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Gesamtlänge
18,4 km
Dauer
5,5 Stunden
Landschaft
Asphaltierte und nicht asphaltierte Waldwege
Empfohlene Jahreszeit für einen Besuch
Ganzjährig begehbar: Bei Regen erschwerte Passagen
Schwierigkeit
Mittelschwer – nicht für Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer geeignet
Markierung
Ja
Wegbeschreibung
Die schönste Passage des Baches
Der Bach Židova strouha ist insgesamt 20,5 km lang. Sein letzter Abschnitt ist jedoch besonders malerisch und beeindruckt mit seiner einzigartigen Atmosphäre. Unterwegs müssen einige Hindernisse überwunden werden – etwa das Bachbett an Stellen, wo keine Brücken vorhanden sind. Bei hohem Wasserstand ist es notwendig, eine geeignete Stelle zum Überqueren zu suchen oder den Bach zu durchwaten.
Die Route
Die Wanderung beginnt in Týn nad Vltavou. Vom Busbahnhof folgt man der gelben Markierung, die bis nach Bechyně führt. Die erste Etappe verläuft durch die Stadt, vorbei am Freilichttheater mit Drehtribüne, und steigt anschließend sanft zum Stadtwald „Na Šancích“ an (4 km). Am Waldrand angekommen, geht es geradeaus weiter. Wer noch Kraft hat, kann einen 1 km langen Abstecher zum barocken Skulpturenensemble „Velký Depot“ machen.
Nach weiteren 4 km erreicht man das Dorf Smilovice und den Bach Židova strouha. Ein 7 km langer, malerischer Pfad führt am Bach entlang bis zur Mündung in die Lužnice. Unterwegs gibt es eine Abzweigung zur slawischen Wallburg „Hradec u Nuzic“ (blaue Markierung). Die letzten 2 km verlaufen zum Schloss von Bechyně und bieten herrliche Ausblicke auf die Lužnice und das Stadtpanorama. Anschließend folgt man weiterhin der gelben Markierung für etwa 1,5 km bis zum Bahnhof oder Busbahnhof von Bechyně.
Sehenswürdigkeiten auf der Strecke
Týn nad Vltavou
Die Stadt bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten: das Museum für Moldavite und Marionetten, unterirdische Gänge, ein Freilichttheater mit Drehtribüne sowie den Aussichtsturm auf dem Hügel Semenec. Der Zusammenfluss von Vltava und Lužnice kann zu Fuß oder per Boot erkundet werden. In der Nähe befindet sich das Südböhmische Landwirtschaftsmuseum sowie das Museum für historische Fahrzeuge und alte Landtechnik in Pořežany. Der Ort diente auch als Kulisse für Zdeněk Troškas Filmreihe Kameňák.
Drehtribüne von Týn nad Vltavou
Eine von zwei drehbaren Zuschauertribünen in Tschechien. Sie befindet sich im Bedřich-Park auf einer alten slawischen Wallanlage und dient im Sommer als Freilichtbühne.
Barockes Skulpturenensemble „Velký Depot“
Hier befand sich einst ein Übungslager der österreichischen Artillerie. In einem kleinen Wäldchen sind noch Wälle und Gräben zu erkennen. Der barocke Sandsteinobelisk erinnert an eine Explosion in den Munitionslagern, die der Legende nach ein Attentat auf Maria Theresia gewesen sein soll.
Wallburg „Hradec u Nuzic“
Diese dreiteilige Wallburg entstand an einer strategisch günstigen Stelle, wo der Bach drei Seiten der Anlage schützte. Der Zugang erfolgt von Westen über einen Damm – den Rest einer prähistorischen Befestigungsanlage.
Stadt Bechyně
Bechyně ist eine traditionsreiche Kurstadt. Sehenswert sind das Renaissance-Schloss, das Franziskanerkloster, das Stadtmuseum mit Ausstellungen zur Keramikgeschichte und das Tourismusmuseum in der ehemaligen Synagoge. Ein Wahrzeichen ist die 50 m hohe Eisenbahnbrücke „Bechyňská duha“. Die Rückfahrt mit dem Zug erfolgt über die älteste elektrische Bahn Österreich-Ungarns aus dem Jahr 1903 – eine Erfindung des tschechischen Ingenieurs František Křižík.